{"id":4186,"date":"2014-03-07T12:11:47","date_gmt":"2014-03-07T11:11:47","guid":{"rendered":"http:\/\/kulturinsz.de\/cms\/?page_id=4186"},"modified":"2021-02-12T13:11:31","modified_gmt":"2021-02-12T12:11:31","slug":"grab-rudi-dutschke","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/orte\/unbekannte-orte\/grab-rudi-dutschke\/","title":{"rendered":"Grab Rudi Dutschke"},"content":{"rendered":"<div style=\"width: 402px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/c\/c4\/Rudi_Dutschke-St_Annen-Kirchhof.jpg\/220px-Rudi_Dutschke-St_Annen-Kirchhof.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"\" src=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/c\/c4\/Rudi_Dutschke-St_Annen-Kirchhof.jpg\/220px-Rudi_Dutschke-St_Annen-Kirchhof.jpg\" alt=\"\" width=\"392\" height=\"355\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Bild: Mutter Erde, CC BY-SA 4.0 &lt;https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/4.0&gt;, via Wikimedia Commons<\/p><\/div>\n<p>Rudi Dutschke (1940-1979) war der bekannteste Anf\u00fchrer und Aktivist der sp\u00e4ter als &#8220;68er&#8221; bekannten Studentenbewegung der 60er Jahre. An der Freien Universit\u00e4t eingeschrieben gr\u00fcndete er 1962 mit Bernd Rabehl die Berliner Gruppe der &#8220;Subversiven Aktion&#8221;, die 1965 gemeinsam in den Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) eintrat.<\/p>\n<p>Ab 1966 organisierte er in diesem Rahmen den Vietnamkongress in Frankfurt mit, ein zentrales Treffen der au\u00dferparlamentarischen Linken und ihrer Vordenker jener Zeit. Die Freie Universit\u00e4t verl\u00e4ngerte Rudi Dutschkes Arbeitsvertrag als wissenschaftlicher Assistent in der Folge nicht.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fu-berlin.de\/campusleben\/campus\/2010\/media\/bild_100421_rudi_dutschke\/100421_rudi_dutschke_550.jpg?1307193360\">\u00a0<\/a><\/p>\n<div style=\"width: 255px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/5\/5b\/Rudi_Dutschke_%281976%29.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/5\/5b\/Rudi_Dutschke_%281976%29.jpg\" width=\"245\" height=\"327\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Bild: Hans Peters \/ Anefo, CC0, via Wikimedia Commons<\/p><\/div>\n<p>Mit der Erschie\u00dfung des Studenten Benno Ohnesorgs w\u00e4hrend einer Demo durch einen Polizisten am 2. Juni 1967 intensivierte sich der Protest der au\u00dferparlementarischen Opposition: Sitzblockaden folgten und Dutschke war Initiator der &#8220;Kritischen Universit\u00e4t&#8221;, einer Gegenuniversit\u00e4t nach Vorbild von Berkeley auch an der Freien Uni\u00a0 Berlin, an der die Studenten und Studentinnen selbstorganisiert in Arbeitskreisen lernen sollten. Der Akademische Senat der Freien Uni lehnte dies letztlich jedoch ab. Im Gegenzug gr\u00fcndete Dutschke mit weiteren Mitstreitern das Internationale Nachrichten- und Forschungs-Institut (INFI), das in der Folge auch einen Vietnamkongress an der TU Berlin organisierte und durchf\u00fchrte. Zentrales Thema Dutschkes war immer die Befreiung des Individuums von gesellschaftlichen Zw\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Eine gro\u00dfe Demonstration gegen den amerikanischen Einsatz in Vietnam und f\u00fcr eine Zerschlagung der NATO, die\u00a0 zur McNair-Kaserne in Lichterfelde verlaufen sollte, sagte Dutschke kurzfristig ab, da die Amerikaner offen mit Schusswaffengebrauch drohten.<\/p>\n<p>Am 11. April 1968 wurde Dutschke auf dem Kurf\u00fcrstendamm von einem rechtsnationalen Hilfsarbeiter angeschossen und erlitt schwere Hirnverletzungen. Er musste erst m\u00fchsam wieder sprechen lernen und zog mit Frau und Kindern \u00fcber Schweiz, Italien und Gro\u00dfbritannien schlie\u00dflich nach Aarhus\/D\u00e4nemark, wo er an der soziologischen Fakult\u00e4t der Uni als Dozent arbeitete.<\/p>\n<div style=\"width: 277px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/7\/7f\/RUDIDU.jpg\/220px-RUDIDU.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"\" src=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/7\/7f\/RUDIDU.jpg\/220px-RUDIDU.jpg\" alt=\"\" width=\"267\" height=\"440\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Bild: Hans Weingartz, CC BY-SA 2.0 DE &lt;https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/2.0\/de\/deed.en&gt;, via Wikimedia Commons<\/p><\/div>\n<p>1973 kehrte er nach Deutschland zur\u00fcck, schloss seine Dissertation ab und erhielt ein Forschungsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft an der FU, was er jedoch nicht annahm, sondern sich weiterhin politisch bet\u00e4tigte und z.B. Vortragsreisen unternahm. Er nahm ferner an Anti-Atomkraft-Demos teil und wurde Gr\u00fcndungsmitglied der Berliner Gr\u00fcnen.<\/p>\n<p>Am 24. Dezember 1979 verstarb er an den Sp\u00e4tfolgen des Hirnschadens durch das Attentat und wurde auf dem St.Annen-Kirchhof in Dahlem\u00a0 (K\u00f6nigin-Luise-Stra\u00dfe 55, 14195 Berlin, Ehrengrab in der Reihe 28) unter gro\u00dfer Anteilnahme von 6000 Trauerg\u00e4sten beigesetzt.<\/p>\n<p>Direkt am Hauptgeb\u00e4ude der Freien Universit\u00e4t ist der Rudi-Dutschke-Weg nach ihm benannt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Buchtipp:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3462037471\/ref=as_li_qf_sp_asin_il_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3462037471&amp;linkCode=as2&amp;tag=wwwkultde-21\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> Gretchen Dutschke-Klotz: &#8220;Wir hatten ein barbarisch sch\u00f6nes Leben&#8221;<\/a> (Gro\u00dfe Dutschke-Biographie seiner Frau)<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rudi Dutschke (1940-1979) war der bekannteste Anf\u00fchrer und Aktivist der sp\u00e4ter als &#8220;68er&#8221; bekannten Studentenbewegung der 60er Jahre. An der Freien Universit\u00e4t eingeschrieben gr\u00fcndete er 1962 mit Bernd Rabehl die Berliner Gruppe der &#8220;Subversiven Aktion&#8221;, die 1965 gemeinsam in den &hellip; <a href=\"https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/orte\/unbekannte-orte\/grab-rudi-dutschke\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"parent":1118,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"seite-mit-blog-aktuelles.php","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4186"}],"collection":[{"href":"https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4186"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4186\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9059,"href":"https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4186\/revisions\/9059"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1118"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4186"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}