{"id":3409,"date":"2013-10-05T17:14:27","date_gmt":"2013-10-05T15:14:27","guid":{"rendered":"http:\/\/kulturinsz.de\/cms\/?p=3409"},"modified":"2014-10-27T16:40:51","modified_gmt":"2014-10-27T15:40:51","slug":"ein-traum-von-arkadien-das-unesco-weltkulturerbe-in-glienicke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/aktuelles\/ein-traum-von-arkadien-das-unesco-weltkulturerbe-in-glienicke\/","title":{"rendered":"Ein Traum von Arkadien &#8211; Das UNESCO Weltkulturerbe in Glienicke"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Blick_Welterbe_auf_Wasser.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-3412\" src=\"http:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Blick_Welterbe_auf_Wasser-300x225.jpg\" alt=\"Blick_Welterbe_auf_Wasser\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Blick_Welterbe_auf_Wasser-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Blick_Welterbe_auf_Wasser.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Mit dem R\u00fccken an die wei\u00dfe S\u00e4ule gelehnt, geht der Blick \u00fcber das Wasser. Ein Springbrunnen pl\u00e4tschert. Die sinkende Sonne beleuchtet die Aussichtst\u00fcrme auf dem gegen\u00fcber liegenden Pfingstberg. Italienisches Flair. Der Welt entr\u00fcckt, hier direkt an der Glienicker Br\u00fccke. Ein Weltkulturerbe der UNESCO.<\/p>\n<p>Aber warum ist es ein Weltkulturerbe?<!--more--><\/p>\n<p>Mit den Havelseen als Zentrum, rechts Berlin, links Potsdam haben die preu\u00dfischen K\u00f6nige \u00fcber fast 200 Jahrhunderte eine Landschaft geplant und angelegt, zusammen mit ihren Baumeistern, Landschaftsarchitekten, K\u00fcnstlern, G\u00e4rtnern und einem Heer von Arbeitskr\u00e4ften. So mancher unserer Vorfahren hat hier gearbeitet, um diese k\u00fcnstliche und k\u00fcnstlerische Landschaft entstehen zu lassen. Getragen von dem Wunsch der K\u00f6nigsfamilie eine ideale Landschaft im m\u00e4rkischen Sand zu schaffen. Ihr preu\u00dfisches Arkadien. Italiens antike St\u00e4tten waren ihre Vorbilder.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Schloss_Glienicke.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3420\" src=\"http:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Schloss_Glienicke.jpg\" alt=\"Schloss_Glienicke\" width=\"600\" height=\"137\" srcset=\"https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Schloss_Glienicke.jpg 600w, https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Schloss_Glienicke-300x68.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Den Antrag auf Weltkulturerbestatus hatte noch die DDR, allerdings nur f\u00fcr Sanssouci gestellt, aber schon bald zog Berlin nach und beide L\u00e4nder erhielten kurz nach dem Mauerfall 1990 den Weltkulturerbetitel von der UNESCO, die zust\u00e4ndig bei der UNO f\u00fcr Bildung und Kultur ist. Verliehen werden Weltkulturerbetitel nur f\u00fcr universelle Werte, die als <b>Erbe der gesamten Menschheit<\/b> gelten.\u00a0 Es ist also etwas ganz besonderes.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignright\" src=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/2\/21\/Plan_Glienicke_1805.jpg\" alt=\"\" width=\"376\" height=\"271\" \/>Angefangen hatte alles, als der Gro\u00dfe Kurf\u00fcrst Friedrich Wilhelm im 17. Jahrhundert Potsdam zu seiner zweiten Residenz machte, in (Klein) Glienicke ein Jagdschloss errichten lie\u00df und mit seiner Stadt- und Landschaftsplanung den Grundstein f\u00fcr das heutige Weltkulturerbe legte. Die Nachfolger beschr\u00e4nkten weitere Versch\u00f6nerungen auf Potsdam. Erst als Prinz Carl von Preu\u00dfen 1824 von den Erben des Staatskanzlers von Hardenberg Glienicke kaufte, fing die Bl\u00fcte Glienickes an. Unter dem Enkel des Kurf\u00fcrsten, des Soldatenk\u00f6nigs Friedrich Wilhelm war das Jagdschloss ein Lazarett gewesen, dessen Leiter Mirow n\u00f6rdlich davon ein Gutshaus und eine Ziegelei bauen lie\u00df. Aus dem Gutshaus wurde dann unter Hardenberg durch Umbauten von Schinkel das Schloss Glienicke. Prinz Carl lie\u00df es weiter umbauen. Auch der Garten, der sogenannte <i>Pleasure Ground<\/i>, wurde noch unter Hardenberg von Lenn\u00e9 1816 kurz nach dessen Ankunft in Berlin\/Potsdam angelegt. \u00dcberhaupt basiert die heutige Ausdehnung des Kulturerbe haupts\u00e4chlich auf Lenn\u00e9s Plan f\u00fcr Potsdam, den er 1833 bei K\u00f6nig Friedrich Wilhelm III. einreichte. In diesem Plan stellt er die Havelseen als Mittelpunkt der Kulturlandschaft dar. Auch die Pfaueninsel ist ein Teil dieses Plans.<\/p>\n<p>Hier hatte der Gro\u00dfe Kurf\u00fcrst erst eine Kaninchenzucht angelegt, dann dem Alchemisten Kunkel die Insel f\u00fcr seine Glasexperimente zur Verf\u00fcgung gestellt. Kunkel entwickelte die Herstellung von Rubinglas, einer sehr kostspieligen Glasart.\u00a0 Nach dem Tode des Gro\u00dfen Kurf\u00fcrsten verfiel die Insel in einen Dornr\u00f6schenschlaf bis der Gro\u00dfvater von Prinz Carl, Friedrich Wilhelm II. 1794 auf der Insel die kleine Schlossruine aus Holz bauen lie\u00df. Hier verbrachte sein Sohn Friedrich Wilhelm III., seine Frau Louise und ihre Kinder, darunter Prinz Carl, immer wieder Ferien. Der K\u00f6nig hielt hier exotische Tiere, von denen einige \u00dcberlebende sp\u00e4ter den Grundstock f\u00fcr den Berliner Zoo bildeten. Der K\u00f6nig lie\u00df 1818 zu Ehren seines Schwiegersohns, des sp\u00e4teren Zar Nikolaus, das Blockhaus Nikolskoe bauen. 1832 kam die Kirche <i>St. Peter und Paul<\/i> dazu, dahinter befand sich das Schulhaus f\u00fcr die Kinder der Bewohner der Pfaueninsel, heute ein Forsthaus, und der Friedhof.<\/p>\n<p>Zwischen Nikolskoe und dem Jagdschloss lag der Besitz Prinz Carls. \u00dcber die Jahre waren Grundst\u00fccke dazugekauft worden, der Park von Lenne geplant und angelegt, das Jagdrevier ausgeweitet.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Grosse_Neugierde.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-3413\" src=\"http:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Grosse_Neugierde-300x225.jpg\" alt=\"Grosse_Neugierde\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Grosse_Neugierde-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Grosse_Neugierde.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Prinz Carl lie\u00df kurz nach dem Kauf 1824 das kleine Hardenbergsche Billardhaus im <i>Pleasure Ground <\/i>am Schloss zum Casino umbauen, die <i>Gro\u00dfe Neugierde<\/i> errichten und ein schon um 1780 vorhandenes Geb\u00e4ude an der Stra\u00dfe zur <i>Kleine Neugierde <\/i>umbauen. Die alte Ziegelei wurde sp\u00e4ter abgerissen. Sie lag in der N\u00e4he des heutigen Klosters. Von dort waren die Ziegelsteine zur kleinen Anlegestelle am heutigen Hirschtor gebracht und auf die Boote verladen worden. Dort lag sp\u00e4ter die Schiffsattrappe Prinz Carls, die als Umkleidekabine genutzt wurde. Ende der drei\u00dfiger Jahre wurde das G\u00e4rtner- und Maschinenhaus gebaut, um die Springbrunnen im Park und die Orangerie mit Wasser zu versorgen. Im J\u00e4gerhof an der Spitze des Parks gegen\u00fcber von Sakrow, weit weg vom Schloss, hielt Prinz Carl seine Hundemeute. Er war ein passionierte Parforce J\u00e4ger. Die heutige Gastst\u00e4tte Moorlake wurde als Forsthaus gebaut, wo auch der Prinz mit seinen Jagdg\u00e4sten einkehrte. In den 1860iger Jahren kam der Wirtschaftshof neben dem Schloss mit dem Kuh- und Pferdestall, dem Schafstall und der Konditorei dazu. 1859 kaufte Prinz Carl das Jagdschloss f\u00fcr seinen Sohn und lie\u00df f\u00fcr das Waisenhaus, welches sich vorher im Jagdschloss befand, ein Geb\u00e4ude in der N\u00e4he umbauen. Heute sind darin\u00a0 Eigentumswohnungen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Boettcherberg.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright size-medium wp-image-3414\" src=\"http:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Boettcherberg-300x225.jpg\" alt=\"Boettcherberg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Boettcherberg-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Boettcherberg.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Nach dem Tod seiner geliebten Schwester, der Zarin, lie\u00df er Loggia Alexandra auf dem B\u00f6ttcherberg erbauen. Von hier hatte man einen Blick auf das Babelsberger Schloss seines Bruder Wilhelms, des sp\u00e4teren Kaisers, und auf Potsdam.<\/p>\n<p>\u00dcberhaupt die Aussichten. Sie waren Prinz Carl wichtig, der sich mit Lenne bei allen landschaftlichen Planungen beriet und der ihm und der k\u00f6niglichen Familie immer wieder auf die Blickbeziehungen hinwies. Lenne war ein Meister der Blickbeziehungen, die heute noch in vielen Teilen des Weltkulturerbes, nicht\u00a0 nur in Glienicke, sichtbar sind. Von der <i>Gro\u00dfen Neugierde<\/i> hatte man einen guten Blick auf das Schloss auf dem Babelsberg, dem Schloss in Potsdam und \u00fcber den Jungfernsee hinauf nach Neiritz. Von Prinz Carls Besitz sah und sieht man in immer wieder sich ver\u00e4ndernden Perspektiven \u00fcber das Wasser nach Potsdam, auf die T\u00fcrme des Belvederes, zum Neuen Garten mit seiner Meierei, auf die Heilandskirche in Sakrow und den Jungfernsee hinauf.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Stibadium.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-3415\" src=\"http:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Stibadium-300x225.jpg\" alt=\"Stibadium\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Stibadium-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Stibadium.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Sitzt man im <i>Stibadium<\/i>, der \u00fcberdachten Rundbank neben dem Eingang im Schlossgarten, geht der Blick \u00fcber das Wasser zur Potsdamer Silhouette. Als Vorlage f\u00fcr das <i>Stibadium<\/i> dienten die Ideen Plinius des J\u00fcngeren, der zwischen 61 und 113 lebte. Die Antike wird in Glienicke immer wieder sichtbar, wie z. B. in der griechische S\u00e4ule aus Kap Sounion, deren Bruchst\u00fccke noch heute den <i>Pleasure Ground<\/i> zieren. Sie stammen aus dem bei einem Erdbeben zerst\u00f6rten Poseidon Tempel.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Spolien.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-3416 alignright\" src=\"http:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Spolien-300x225.jpg\" alt=\"Spolien\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Spolien-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Spolien.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Neben all diesen baulichen und landschaftsplanerischen Aktivit\u00e4ten sammelte Prinz Carl mittelalterliche Antiquit\u00e4ten, wie den Kaiserstuhl von Goslar, den Prinz Carl gekauft und der Stadt Goslar nach seinem Tod vermacht hatte. Andere antiken Fundst\u00fccke, Spolien genannt, stammen aus dem ganzen Mittelmeerraum. Viele kaufte er auf dem Kunstmarkt, andere wurden ihm geschenkt. Manche der Fundst\u00fccke lie\u00df er in die Mauern des Schlosses und der anderen Geb\u00e4ude einf\u00fcgen. So besa\u00df er Spolien aus Troja und aus Karthago in Nordafrika neben vielen aus Italien. Im Kloster, das den Geb\u00e4udeabschluss neben der Orangerie bildet, befindet sich der Sarkophag eines Heiligen. Ein restauriertes byzantinisches Mosaik ziert den Eingang und ein Affe aus Pisa okkupiert eine Ecke. Der Markusl\u00f6we aus Venedig steht auf einer griechischen S\u00e4ulenbasis. Darauf sind noch verwitterte Skorpion zu erkennen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Loewenfontaine.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-3417\" src=\"http:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Loewenfontaine-300x225.jpg\" alt=\"Loewenfontaine\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Loewenfontaine-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Loewenfontaine.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Manche Nachbildung von antiken Skulpturen, wie der <i>Betende Knabe<\/i>, das Original steht auf der Museumsinsel, stellte Prinz Carl im Garten auf. Seine Schwester, die Zarin Alexandra, schenkte ihm eine Kopie des <i>Zerbrochenen Krugs<\/i>, eines Brunnens, der als neue Nachbildung nahe der <i>Kleinen Neugierde<\/i> steht. Das Originalgeschenk der\u00a0 Zarin Alexandras ist verschwunden. Auch die goldenen L\u00f6wenfont\u00e4nen des Brunnen in der N\u00e4he des <i>Stibadiums<\/i> im Vorgarten stammen von ihr. Weitere antike Skulpturen\u00a0 stehen stehen am Casino. Rechts und links davon gehen die mit Wein bewachsenen S\u00e4ulen der Pergola des Casinos ab. Von hier geht mein Blick \u00fcber den Jungfernsee zum Sonnenuntergang. Ich muss die S\u00e4ule, an der ich gelehnt habe, verlassen. Der Wachmann der <i>Stiftung Preussische Schl\u00f6sser und G\u00e4rten Berlin-Brandenburg <\/i>ermahnt, die F\u00fc\u00dfe nicht auf den Rasen zu stellen. Das Schlossareal mit <i>Pleasure Ground<\/i> und Park bis zum Maschinenhaus geh\u00f6rt zur Stiftung. Der daran anschlie\u00dfende Teil des Parks mit seinen Geb\u00e4uden befindet sich im Besitz des Bezirks Steglitz-Zehlendorf. Dieser Teil des Parks ist im schlechten Zustand. Die Wege marode, die B\u00e4ume schlecht gepflegt. Hinweisschilder warnen vor dem Aufenthalt unter den B\u00e4umen. Auch die verschiedenen Geb\u00e4ude des Parks m\u00fcssen dringend saniert werden, allen voran die kleine Konditorei direkt an der K\u00f6nigstra\u00dfe. Der Bezirk bekommt, entgegen den Richtlinien der UNESCO, kein zus\u00e4tzliches Geld f\u00fcr die Pflege des Welterbes vom Senat. Auch die Wege auf den B\u00f6ttcherberg m\u00fcssten saniert werden. Daf\u00fcr ist die Abt. Forsten des Senators f\u00fcr Stadtentwicklung zust\u00e4ndig, wie auch f\u00fcr den Wald zwischen Moorlake und dem Gasthaus an der Pfaueninsel. Auch hier muss man auf herunterfallende \u00c4ste achten. Der Park des Jagdschlosses ist gepflegt, aber aus<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Kurfuerstentor.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3418\" src=\"http:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Kurfuerstentor.jpg\" alt=\"Kurfuerstentor\" width=\"600\" height=\"178\" srcset=\"https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Kurfuerstentor.jpg 600w, https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Kurfuerstentor-300x89.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p>dem sogenannte Kurf\u00fcrstentor wachsen B\u00e4ume. Ein Lichtblick ist die Pfaueninsel, auf der begabte G\u00e4rtner den Spagat zwischen Denkmalpflege und Naturschutz geschafft haben und immer wieder schaffen. Die Insel geh\u00f6rt ebenfalls der <i>Stiftung Preu\u00dfische Schl\u00f6sser und G\u00e4rten<\/i>. \u00dcberhaupt steht der gr\u00f6\u00dfte Teil des Weltkulturerbes nicht nur unter Denkmalschutz, sondern auch unter dem Naturschutz der EU. Dies stellt eine zus\u00e4tzliche Schwierigkeit f\u00fcr die Pflege des Welterbes in Glienicke dar. Damit das Weltkulturerbe in Glienicke st\u00e4rkere Aufmerksamkeit bekommt, wird jetzt ein Verein f\u00fcr Glienicke gegr\u00fcndet, der auch den Betrieb des Besucher- und Ausstellungszentrums anstrebt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit dem R\u00fccken an die wei\u00dfe S\u00e4ule gelehnt, geht der Blick \u00fcber das Wasser. Ein Springbrunnen pl\u00e4tschert. Die sinkende Sonne beleuchtet die Aussichtst\u00fcrme auf dem gegen\u00fcber liegenden Pfingstberg. Italienisches Flair. Der Welt entr\u00fcckt, hier direkt an der Glienicker Br\u00fccke. 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