{"id":4615,"date":"2014-06-10T21:08:08","date_gmt":"2014-06-10T19:08:08","guid":{"rendered":"http:\/\/kulturinsz.de\/cms\/?p=4615"},"modified":"2014-06-10T21:08:08","modified_gmt":"2014-06-10T19:08:08","slug":"der-titania-palast-gestern-und-heute-mein-leben-in-steglitz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/aktuelles\/der-titania-palast-gestern-und-heute-mein-leben-in-steglitz\/","title":{"rendered":"Der Titania-Palast gestern und heute: Mein Leben in Steglitz"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_4616\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/titania.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-4616\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-4616 size-medium\" src=\"http:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/titania-300x210.jpg\" alt=\"titania\" width=\"300\" height=\"210\" srcset=\"https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/titania-300x210.jpg 300w, https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/titania-1024x720.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4616\" class=\"wp-caption-text\">Der Titania-Palast in den 1960er Jahren (Foto: privat)<\/p><\/div>\n<p>Seit meinem 9. Lebensjahr bin ich regelm\u00e4\u00dfig 1 x in der Woche nach Nikolassee mit meiner Schwester zum Ballett gefahren. Die Fahrt in der S-Bahn war immer aufregend.<br \/>\nDie Sitze waren noch voll in sch\u00f6nem hellen Holz und es gab ein sogenanntes Mutter\/Kind Abteil. Wenn wir alleine waren, war das unser \u201eAufw\u00e4rmraum\u201c und wir turnten an den Stangen was das Zeug h\u00e4lt.<\/p>\n<p>Als 1961 die Mauer gebaut wurde<!--more-->, war\u00b4s erst einmal vorbei mit der S-Bahn. Die ersten Wochen fuhr nun ein Reisebus nach Nikolassee, auch das war sehr aufregend. Denn mit einem Reisebus durch Berlin, das hatte was! Sp\u00e4ter gab es dann eine richtige BVG Linie bis irgendwann wieder die Wannseebahn fuhr. (Ich wei\u00df aber nicht genau, welche Fortbewegungsmittel wann und wie lange eingesetzt wurden).<\/p>\n<p>Die Schlossstr. wurde immer moderner und war auch schon zu meiner Zeit ein beliebte Einkaufsstr.<\/p>\n<p>Im Titaniapalast war zu ebener Erde die Bewag zuhause, mit einem gro\u00dfen K\u00fcchenstudio. Im Haus gab es einen gro\u00dfen Theatersaal, in dem ich zu Weihnachten (1962) meinen ersten richtig gro\u00dfen Ballettauftritt hatte. Es wurde das M\u00e4rchen \u201ePeterchens Mondfahrt\u201c gespielt und fast alle Ballettm\u00e4dchen waren dabei. Ich war ein Engel auf der Engelwiese mit einem richtig kleinen Licht am Haarreif. Das fand ich besonders toll. Es klappte auch, dass alle Engel zur gleichen Zeit das Licht an-oder ausknipsten. Au\u00dferdem spielte ich eine Biedermeierpuppe auf der Puppenwiese. Gro\u00df ver\u00e4ndern musste man mich nicht, denn ich hatte einen richtig blonden Lockenkopf, das passte wirklich und ich wei\u00df nur, dass mich viele deshalb bewunderten (ich fand\u00b4s eher l\u00e4stig, weil das K\u00e4mmen tat mir immer weh). Wir haben ca. 10 x das M\u00e4rchen unter der strengen Regie unserer Ballettlehrerin (Frau Karola Krauskopf) und dem sogenannten \u201eOnkel Tobias vom Rias Berlin\u201c (der das ganze Gegenteil von streng war) aufgef\u00fchrt und bekamen 3, &#8211; DM pro Auftritt. F\u00fcr mich war das richtig viel Geld, was ich auch behalten durfte.<\/p>\n<p>Ein (oder waren es 2?) Jahr\/e sp\u00e4ter war das M\u00e4rchen Dornr\u00f6schen dran. Die gleiche Aufregeung vor jedem Auftritt. Wir haben bei der Hochzeit getanzt und ich war auch noch ein Page im Hof. Daf\u00fcr bekamen wir 5, &#8211; DM pro Auftritt. Auch dieses Geld durfte ich behalten und habe mir davon meine ersten Schlittschuhe vom eigenen Geld gekauft. Das war mein sehnlichster Wunsch und ich war stolz wie Bolle als sie endlich hatte. Wo ich dann Schlittschuh gelaufen bin wei\u00df ich nicht mehr, aber jede freie Minute im Winter war ich irgendwo aud dem Eis.<\/p>\n<p>Zum Ballett bin ich noch bis 1968 regelm\u00e4\u00dfig gegangen, obwohl ich da schon einige andere Sportarten (z.B. Leichtathletik und Handball) ausprobiert habe. Dem Handball bin ich bis heute treu geblieben.<\/p>\n<div style=\"width: 358px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/8\/8b\/120929-Steglitz-Titania-Palast.JPG\/800px-120929-Steglitz-Titania-Palast.JPG\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/8\/8b\/120929-Steglitz-Titania-Palast.JPG\/800px-120929-Steglitz-Titania-Palast.JPG\" alt=\"\" width=\"348\" height=\"293\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Der Titania-Palast 2012 (Foto: Wikipedia)<\/p><\/div>\n<p>Heute ist mir der Titaniapalast eher fremd, weil die Kinoetage finde ich immer noch irgendwie gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig. Aber wie hei\u00dft es so sch\u00f6n: the show must go on!<\/p>\n<p>Heute eben nicht live, sondern von der Filmrolle.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit meinem 9. Lebensjahr bin ich regelm\u00e4\u00dfig 1 x in der Woche nach Nikolassee mit meiner Schwester zum Ballett gefahren. Die Fahrt in der S-Bahn war immer aufregend. Die Sitze waren noch voll in sch\u00f6nem hellen Holz und es gab &hellip; <a href=\"https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/aktuelles\/der-titania-palast-gestern-und-heute-mein-leben-in-steglitz\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":28,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[4],"tags":[173,18,23,49,112,113],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4615"}],"collection":[{"href":"https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/users\/28"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4615"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4615\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4619,"href":"https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4615\/revisions\/4619"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4615"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4615"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4615"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}