{"id":7152,"date":"2019-04-04T18:55:08","date_gmt":"2019-04-04T16:55:08","guid":{"rendered":"http:\/\/kulturinsz.de\/cms\/?p=7152"},"modified":"2019-04-04T18:59:42","modified_gmt":"2019-04-04T16:59:42","slug":"kunsttage-steglitz-am-11-und-12-april-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/aktuelles\/kunsttage-steglitz-am-11-und-12-april-2019\/","title":{"rendered":"Kunsttage Steglitz am 11. und 12. April 2019"},"content":{"rendered":"<div class=\"page\" title=\"Page 1\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p><em><strong>Im S\u00fcd-Westen viel Neues: Die ersten Kunsttage-Steglitz pr\u00e4sentieren in drei Einzelausstellungen im Gutshaus Steglitz und in der Schwartzschen Villa Werke von Rebecca Raue, Nasan Tur und Katrin von Lehmann. In den Medien Malerei, Video- und Soundinstallation sowie Zeichnung werden aktuelle gesellschaftliche Themenfelder verhandelt, n\u00e4mlich Geschlechtergerechtigkeit, Demokratie und das Genomprojekt.<\/strong><\/em><\/p>\n<div class=\"page\" title=\"Page 1\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\"><div style=\"width: 344px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/6\/67\/Wrangelschloesschen_Berlin.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/6\/67\/Wrangelschloesschen_Berlin.jpg\" alt=\"\" width=\"334\" height=\"245\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Gutshaus Steglitz. Foto: Manfred Brueckels [CC BY-SA 3.0 (https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0)]<\/p><\/div><strong>Rebecca Raue: Notizen vom Rand der Zeit \u2013 Gutshaus Steglitz<br \/>\n<\/strong>In der Ausstellung &#8220;Notizen vom Rand der Zeit&#8221; im Gutshaus Steglitz thematisiert Rebecca Raue subtil die Geschichte der Ausstellungsr\u00e4ume, indem sie dem klassizistischen Geb\u00e4ude gezielt Widerspenstiges und Wildes entgegensetzt. Auf der Suche nach einer verbindenden Urspr\u00fcnglichkeit sch\u00f6pft sie aus den Bildern der Vergangenheit, um eine in die Zukunft gerichtete Vision der Gleichberechtigung aufzuzeigen. Die K\u00fcnstlerin setzt sich dabei mit herk\u00f6mmlichen Bildern von Weiblichkeit und M\u00e4nnlichkeit auseinander und hinterfragt diese. Ihre Leitfragen zur Ausstellung lauten: Wo ist der Rand der Zeit? Welche R\u00e4ume befinden sich jenseits dieser unsere Leben strukturierenden Gr\u00f6\u00dfe? Wie ver\u00e4ndert der Blick vom Rand unsere Sicht auf die Strukturen, die uns vorgegeben erscheinen? F\u00e4llt das Licht auf andere Aspekte, Geschichten und Formen? Wenn wir das, was im Schatten lag, pl\u00f6tzlich sehen k\u00f6nnen, wird es uns m\u00f6glich, alte Muster zu brechen und Raum zu schaffen f\u00fcr Visionen, die von einer anderen Weisheit getragen sind? Rebecca Raue zu ihrer Titelwahl: &#8220;Ich mag die Position am Rand, weil sie ein Dazwischen suggeriert &#8211; einen Fu\u00df da, einen Fu\u00df da &#8211; und etwas Verbindendes hat. Es ist spannend dort zu balancieren und zu gucken, wie ich die Vielseitigkeit halten und kommunizieren kann. Ich w\u00fcrde sagen, der Rand ist generell eine gute Position f\u00fcr die Kunst.&#8221; Rebecca Raue \u00f6ffnet, indem sie das Alte neu betrachtet, R\u00e4ume zur Kontemplation \u00fcber die Zukunft.Kuratorin: Dr. Brigitte Hausmann, Leitung Fachbereich Kultur Steglitz-ZehlendorfRahmenprogramm:<b> <\/b><br \/>\nSonntag, 19. Mai, 14 Uhr<br \/>\nK\u00fcnstlerinnengespr\u00e4ch und F\u00fchrung<br \/>\nmit Rebecca Raue und Brigitte Hausmann<br \/>\n<!--more--><\/div>\n<div class=\"page\" title=\"Page 2\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p><strong>Nasan Tur: Back and Forth \u2013 Schwartzsche Villa \/ Galerie<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><div style=\"width: 419px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/5\/51\/Berlin-Steglitz_Schwartzsche_Villa_2009.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/5\/51\/Berlin-Steglitz_Schwartzsche_Villa_2009.jpg\" alt=\"\" width=\"409\" height=\"279\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Photo: Andreas Praefcke [CC BY 3.0 (https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/3.0)]<\/p><\/div>In der Einzelausstellung des Documenta-K\u00fcnstlers Nasan Tur in der Schwartzschen Villa wird es um die Verletzlichkeit der in der Demokratie so wichtigen Instanzen Journalismus und Politik gehen. Der in Berlin lebende und international bekannte Nasan Tur macht mit seinen Neuproduktionen auf wichtige Fragen zu Vergessen, Erinnern, Intimit\u00e4t und Repr\u00e4sentation aufmerksam. In Memory as Resistance (2019) geht es um die Verhaftung und Ermordung von Journalisten weltweit sowie um das Erinnern als bewussten Moment des Widerstands.<br \/>\nIn der Audioinstallation Speech (2019) befreit Tur die politische Rede von den Worten, sodass nur die k\u00f6rperlichen Ger\u00e4usche wie Atmen und R\u00e4uspern ber\u00fchmter Politiker den Raum f\u00fcllen. Es entsteht eine Intimit\u00e4t, die die Zuh\u00f6renden auf die Verletzlichkeit des Sprechers lenkt und eine Selbstbefragung zum eigenen Anspruch an die Politik ausl\u00f6st.<br \/>\nIn der von Christine Nippe kuratierten Ausstellung geht es um die Frage der politischen Teilhabe und des Verteidigens demokratischer Grundwerte. Nasan Tur dazu: &#8220;Dieser Prozess ist ein Hin und Her zwischen dem Verschwindenlassen und Wiederherstellen von etwas, zwischen Vergessen und Erinnern. Was ist wichtig? Welche Entscheidungen treffe ich in meinem Leben &#8211; und wer will ich sein?&#8221;Zum Gallery Weekend Berlin:<br \/>\nK\u00fcnstler-Kuratoren-F\u00fchrung mit Nasan Tur und Christine Nippe:<br \/>\nSonntag, 28.04.2019, 14.00 Uhr<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<div class=\"page\" title=\"Page 2\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p><strong>Katrin von Lehmann: Leerstellen des Unbekannten\/Nichts stimmt mehr \u2013 Schwartzsche Villa \/ Atelier<br \/>\n<\/strong>Seit 2009 untersucht die Zeichnerin Katrin von Lehmann vor allem das Themenfeld Kunst und Wissenschaft. Besonders interessiert sie das Experiment und sein innewohnendes Potential, die komplexen, chaotisch anmutenden Prozesse in den Lebenswissenschaften zu erkl\u00e4ren. Das hei\u00dft, dass Unbekanntes und Unerforschtes in einer experimentellen Anordnung sichtbar gemacht werden kann. Nach Recherchen zu Themen wie Wolkenklassifikation, Zellkernteilung, menschliche Vielfalt und genetische Grundlagenforschung entwickelt sie &#8211; oft von Interviews mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern angeregt &#8211; k\u00fcnstlerische Experimentalanordnungen.<\/p>\n<p>Vom 13.3. bis 11.4. wird sie in dem Dachatelier der Schwartzschen Villa eine neue Versuchsanordnung ihres mehrj\u00e4hrigen Projekts &#8216;Leerstelle des Unbekannten\/Nichts stimmt mehr&#8217; entwickeln.<br \/>\nAusgangspunkt und Motivation des 2015 begonnenen Projekts war das Ergebnis des Human-Genom-Forschungsprojekts, das den bisherigen Wissensstand zum genetischen Prozess in Frage gestellt hat. Auch ihr Projekt zur Erforschung der Zeichnung beruht auf der Suche nach neuen Zusammenh\u00e4ngen.<br \/>\nIm Dachatelier wird sie ihre Versuchsanordnung auf den Raum beziehen. Wie wird ihr Regelwerk umzusetzen sein, wenn der Zeichnungstr\u00e4ger nicht der Tisch ist, sondern die physischen Begrenzungen und W\u00e4nde des Raumes?<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><em>(Die Ausstellungen von Rebecca Raue und Katrin von Lehmann werden von der Senatsverwaltung f\u00fcr Kultur und Europa \u2013 Ausstellungsfonds f\u00fcr die Kommunalen Galerien der Berliner Bezirke und des Bezirkskulturfonds gef\u00f6rdert. Die Ausstellung von Nasan Tur wird gef\u00f6rdert aus Mitteln der Senatsverwaltung f\u00fcr Kultur und Europa \u2013 Spartenoffene F\u00f6rderung und Ausstellungsfonds f\u00fcr die Kommunalen Galerien der Berliner Bezirke.)<\/em><\/p>\n<p>Text: Kulturamt Steglitz-Zehlendorf\n<\/p><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im S\u00fcd-Westen viel Neues: Die ersten Kunsttage-Steglitz pr\u00e4sentieren in drei Einzelausstellungen im Gutshaus Steglitz und in der Schwartzschen Villa Werke von Rebecca Raue, Nasan Tur und Katrin von Lehmann. 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