{"id":8860,"date":"2020-08-14T19:22:47","date_gmt":"2020-08-14T17:22:47","guid":{"rendered":"http:\/\/kulturinsz.de\/cms\/?p=8860"},"modified":"2020-08-21T19:23:04","modified_gmt":"2020-08-21T17:23:04","slug":"homophobie-und-hass-in-partnergemeinden-in-polen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/aktuelles\/homophobie-und-hass-in-partnergemeinden-in-polen\/","title":{"rendered":"Homophobie und Hass in Partnergemeinden in Polen"},"content":{"rendered":"<p><strong>14<a href=\"http:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/IMG_8803.jpeg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-8862\" src=\"http:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/IMG_8803-300x300.jpeg\" alt=\"IMG_8803\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/IMG_8803-300x300.jpeg 300w, https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/IMG_8803-150x150.jpeg 150w, https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/IMG_8803.jpeg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Gemeinsame Stellungnahme der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Berlin und des LSVD Berlin-Brandenburg zur Aktuelle Situation von LGBTI in Polen erschienen.<\/strong><\/p>\n<p>Auch Poniatowa als Partnerstadt von Steglitz-Zehlendorf hatte sich zu Beginn des Jahres per Erkl\u00e4rung seiner lokalen Gemeindeversammlung wie ca. 100 andere polnische Kommunen zur &#8220;LGBT-freien Zone&#8221; erkl\u00e4rt (<a href=\"http:\/\/kulturinsz.de\/cms\/aktuelles\/hass-gegen-vielfalt-auch-partnerstadt-steglitz-zehlendorfs-betroffen\/\">wir berichteten<\/a>). Daraufhin schloss sich\u00a0der Bezirk Steglitz-Zehlendorf einen kritischen offenen Brief\u00a0des europ\u00e4ischen St\u00e4dte- und Gemeindeverbandes CEMR vom 17. Mai 2020 an, welcher an die plonischen Gemeinden auf ihre Erkl\u00e4rung ansprach. Eine Antwort liegt bisher anscheinend nicht vor und so haben sich auch die\u00a0Deutsch-Polnischen Gesellschaft Berlin und der LSVD Berlin-Brandenburg in einer Stellungnahme \u00a0zu diesem Sachverhalt ge\u00e4u\u00dfert:\u00a0<!--more--><\/p>\n<blockquote><p>Die Erkl\u00e4rung von zahlreichen polnischen Gemeinden, St\u00e4dten und Landkreisen sich zu einer sogenannten LGBT-freien Zone zu bekennen, besorgt uns. Sie steht f\u00fcr eine Aush\u00f6hlung der durch die Verfassungen in Polen und Deutschland garantierten freiheitlichen Grund- und B\u00fcrgerrechte. Dar\u00fcber hinaus sind wir in tiefer Sorge \u00fcber die zunehmende Zahl von homophoben und transphoben Angriffen sowie die Akzeptanz diskriminierenden Verhaltens gegen\u00fcber LGBTI-Personen auf staatlicher Ebene.<\/p>\n<p>Eine wichtige Aufgabe aller Stellen auf nationaler, regionaler oder lokaler Ebene, ist es, die Grundrechte und -freiheiten aller B\u00fcrger*innen zu sch\u00fctzen. F\u00fcr eine Gesellschaft der Akzeptanz \u00fcber Grenzen hinweg braucht es die Mitwirkung eines jeden Einzelnen. Wir unterstreichen, dass die Rechte von LGBTI-Personen gemeinsame national und europ\u00e4isch verankerte Grundrechte sind, die es zu sch\u00fctzen gilt und verurteilen jede Art von Diskriminierung und Beugung von Grundrechten. Im Sinne des Rechtsstaatsprinzips und eines gleichberechtigten Miteinanders sind nationalstaatliche oder kommunale Entschlie\u00dfungen, in denen die Rechte von LGBTI-Personen relativiert oder in Frage gestellt werden, aufzuheben. Mutma\u00dfliche Hassverbrechen bzw. F\u00e4lle von Hetze sind konsequent aufzukl\u00e4ren und unter Einhaltung aller rechtsstaatlichen Prinzipien konsequent zu verfolgen.<\/p>\n<p>Eine vorurteilsfreie Unterst\u00fctzung von Opfern ist wesentlich.<\/p>\n<p>Wir begr\u00fc\u00dfen das Vorgehen des polnischen Obmanns f\u00fcr Menschen- und B\u00fcrgerrechte Adam Bodnar, der auf dem Verwaltungsgerichtsweg die Aufhebung der \u201efreien Zonen\u201c als Bruch der polnischen Verfassung erwirken will.<br \/>\nWir begr\u00fc\u00dfen es, wenn zur Verbesserung der sozialen Akzeptanz von LGBTI-Personen zivilgesellschaftliche Organisationen aus Polen und Deutschland zusammenarbeiten und sich so f\u00fcr die Rechte von LGBTI einsetzen.<br \/>\nWir begr\u00fc\u00dfen die Bereitschaft von BVV und Bezirksamt in Steglitz Zehlendorf, sich zuk\u00fcnftig noch intensiver mit den Perspektiven von LGBTI bei der Entwicklung der bestehenden kommunalen Partnerschaften auseinanderzusetzen. Ein besonderer Dank gilt Bezirksstadtrat Michael Karnetzki, der diese Woche an einer mehrst\u00fcndigen Zoom-Konferenz zum Thema aktiv mitgewirkt hat.<\/p>\n<p>Ein Abbruch der gewachsenen Kontakte oder eine einseitige Aufk\u00fcndigung der Partnerschaft ist nicht das richtige Mittel. Ein b\u00fcrgernaher Austausch zwischen den Zivilgesellschaften unter Beteiligung einschl\u00e4giger Interessentr\u00e4ger der LGBTI-Gemeinschaft soll stattdessen ein wesentlicher Bestandteil dieser Kooperationen werden.<\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>14Gemeinsame Stellungnahme der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Berlin und des LSVD Berlin-Brandenburg zur Aktuelle Situation von LGBTI in Polen erschienen. 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