{"id":9061,"date":"2021-02-22T20:40:05","date_gmt":"2021-02-22T19:40:05","guid":{"rendered":"http:\/\/kulturinsz.de\/cms\/?p=9061"},"modified":"2021-02-22T21:29:00","modified_gmt":"2021-02-22T20:29:00","slug":"soziale-absicherung-fuer-musikerinnen-und-musiker-in-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/aktuelles\/soziale-absicherung-fuer-musikerinnen-und-musiker-in-deutschland\/","title":{"rendered":"Soziale Absicherung f\u00fcr Musikerinnen und Musiker in Deutschland"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-9012\" src=\"http:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/wirsindkultur-300x118.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"118\" srcset=\"https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/wirsindkultur-300x118.png 300w, https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/wirsindkultur-768x303.png 768w, https:\/\/kulturinsz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/wirsindkultur.png 892w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Im Rahmen der Reihe \u201eWir.Sind.Kultur\u201c fand am 10.02.2021 der 3. Workshop des Landesmusikrates Berlin (LMR) statt. Insbesondere in dieser Sitzung zeigte sich die Anspr\u00fcche\/die Ziele des LMR mehr als deutlich \u201eK\u00fcnstler durch die Krise zu bringen\u201c, \u201eDie Kulturszene nach dem Lockdown wieder aufzubauen\u201c und \u201eBerliner Kultur mit einem Kulturf\u00f6rdergesetz nachhaltig abzusichern\u201c.<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\nWieder war das Podium, mit Vertretern von verdi\/dem Deutschen Kulturrat\/FREO\/Bundesallianz der freien K\u00fcnste\/Deutschen Jazzunion\/Musicboard und von der Partei Die Linke, signifikant besetzt.<br \/>\nIn ihren Statements zeigte sich sehr schnell eine einheitliche Bef\u00fcrwortung der KSK (K\u00fcnstlersozialkasse) als gute Absicherung und einmaliges Modell. Allen war jedoch auch bewusst, dass die Beitrittskriterien nicht auf jeden Solo- Selbstst\u00e4ndigen zutreffen und die nicht integrierte Arbeitslosenversicherung (Wann ist eigentlich ein Solo-Selbstst\u00e4ndiger Arbeitslos ?) ein Handikap f\u00fcr die soziale Absicherung darstellen. Demzufolge sollte zuk\u00fcnftig sowohl die \u00dcberarbeitung des Grundrentenmodels angedacht, als auch \u00fcber die Problematik der Geringf\u00fcgigkeitsgrenze nachgedacht werden. Einigkeit erzielte man auch sehr schnell dar\u00fcber, dass die bisherigen Modelle der sozialen Absicherung lediglich den Normalfall einer Arbeitnehmert\u00e4tigkeit abbilden, aber nicht auf die \u00e4u\u00dferst unterschiedlichen Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse von Solo-Selbstst\u00e4ndigen zugeschnitten sind. Somit zwingt man K\u00fcnstler*Innen in ein System, das einfach nicht f\u00fcr sie konstruiert ist. Wir ben\u00f6tigen individuelle und keine universalen L\u00f6sungen. Die soziale Absicherung muss existenzsichernd sein.<\/p>\n<p>Als Kernproblem betrachteten die Teilnehmer der Diskussionsrunde die geringen Verdienste der K\u00fcnstler*Innen. Keine Einzahlung f\u00fcr die KSK, keine Beitr\u00e4ge f\u00fcr die Arbeitslosenversicherung und geringe Renten sind unter anderem das Ergebnis der schlechten Absicherung f\u00fcr die Mehrzahl der Solo-Selbstst\u00e4ndigen. Grundeinkommen und Grundrenten, sowie Honorarempfehlungen statt Mindesthonorare k\u00f6nnen m\u00f6gliche Auswege aus der Misere sein. Das Bewusstsein f\u00fcr Kultur und Kunst muss sich ver\u00e4ndern (Musik nicht nur f\u00fcr die Ehre) und der Aufmerksamkeitsgrad erh\u00f6hen. Es sollte allen Entscheidungstr\u00e4gern der \u00d6ffentlichkeit bewusst sein, das kulturpolitische Themen auch sozialpolitische Themen sind und letztendlich Kultur einen gesellschaftlichen Wert hat, der zu st\u00e4rken ist.<\/p>\n<p>PS: Jede Sitzung hat zwischen 100 und 200 Teilnehmer. Diese kommen zu wenig zu Wort und dem Moderator fehlt leider sowohl die F\u00e4higkeit den Chat zu beobachten als auch Empathie im Umgang mit Referenten*Innen und Teilnehmer*Innen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen der Reihe \u201eWir.Sind.Kultur\u201c fand am 10.02.2021 der 3. Workshop des Landesmusikrates Berlin (LMR) statt. 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