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Mascha Kaléko, 1907 in Galizien geboren, wurde um 1930 in Berlin mit heiter-melancholischen Großstadt-Gedichten bekannt. 1933 erschien der erste Gedichtband „Das lyrische Stenogrammheft“, 1934 folgte der zweite. 1938 musste die Dichterin nach New York emigrieren. Ihre Exil-Gedichte publizierte sie 1945 in dem Band „Verse für Zeitgenossen“. 1959 zog sie mit ihrem Mann nach Israel. Die erfolgreichste deutschsprachige Lyrikerin des 20. Jahrhunderts starb 1975 in Zürich. Man hat sie mit Heine, Tucholsky, Ringelnatz und Kästner verglichen, doch Mascha Kaléko hat einen eigenen Stil entwickelt. Ihre zeitlosen Gedichte faszinieren immer neue Generationen von Leserinnen und Lesern.
Mein schönstes Gedicht?
Ich schrieb es nicht.
Aus tiefsten Tiefen stieg es.
Ich schwieg es.
Jutta Rosenkranz, geb. in Berlin, studierte Germanistik und Romanistik an der FU Berlin und lebt als freie Schriftstellerin in Berlin. 2007 publizierte sie die erste Biografie über Mascha Kaléko (dtv; 18. Gesamt-Auflage 2024) und 2012 die von ihr hrsg. und kommentierte Mascha-Kaléko-Gesamtausgabe (Werke und Briefe, dtv). Sie ist Kuratorin der ersten Mascha-Kaléko-Ausstellung, die sie 2007/2008 für das Literaturhaus Berlin konzipierte. 2014 erschien „Zeile für Zeile mein Paradies“ – 18 Porträts bedeutender Schriftstellerinnen (2. Auflage 2019; Piper). 2016 gab sie den Band „’Eines jeden Glück’ – Mit Virginia Woolf durch den Garten“ (Insel, 2. Auflage 2022) heraus. Auszeichnungen (Auswahl): Aufenthalts-Stipendium im Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop (2022), Nominierungspreis Prosa der Gruppe 48 (2020), Kammweg Literaturförderpreis Lyrik (2014). Weitere Informationen unter: www.juttarosenkranz.de
Eintritt: frei. Um Voranmeldung wird gebeten unter Tel.: (030) 90299 2410 oder per Mail: event-bibliothek [at] ba-sz [punkt] berlin [punkt] de
30.09.2025
18:30 - 20:00
Ingeborg-Drewitz-Bibliothek
Grunewaldstraße 3
Berlin



