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Haus der Wannseekonferenz

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Auf der erst später so genannten “Wannseekonferenz” am 20. Januar 1942 kamen hier 15 Spitzenbeamte des Nationalsozialismus zusammen, um die weitere Deportation und Vernichtung der jüdischen Bevölkerungsanteile detailiert zu organisieren. Unter der Leitung des SS-Obergruppenf ührers Reinhard Heydrich, den Göring im Juli 1941 mit der sogenannten “Endlösung der Judenfrage” betraut hatte, trafen sich hier Staatssekretäre aus verschiedenen Reichsministerien und dem Generalgouvernement, ein Ministerialdirektor der Reichskanzlei sowie leitende Beamte der Sicherheitspolizei (SiPo), des Sicherheitsdienstes (SD) und der Parteikanzlei. Protokollant und Ersteller der Redevorlagen für Heydrich war der SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann, Heydrichs Referent für „Judenangelegenheiten“, der später im Rahmen seines Prozesses auch zu dieser Konferenz verhört wurde.

Nachdem durch einzelne Schwadrone bereits etwa 900.000 Juden aus Deutschland, Russland, Polen und besetzten Gebieten umgebracht worden waren, sollte dieses bei einem geheimen Treffen systematisiert werden. Die Wahl des Ortes fiel auf ein Gebäude der Sicherheitspolizei (SiPo) am Wannsee, was der Konferenz ihren späteren Namen gab. Sie war ursprünglich schon für den 9. Dezember 1941 geplant, wurde aber wegen anderer wichtiger Termine des Reichstages in der Folge des Angriffes der Japaner auf Pearl Harbour am 7. Dezember 1941 in den Januar 1942 verschoben.

Auf der Konferenz selbst wurden vor allem Zahlen zu jüdischen Bevölkerunganteilen in den einzelnen europäischen Ländern vorgelegt, diese in Gruppen eingeteilt, Zuständigkeitsfragen geklärt und der räumliche und zeitliche Ablauf der Maßnahmen festgelegt. Der zweite Teil der etwa anderthalbstündigen Sitzung diente der Klärung des Umgangs mit “Mischehen”, d.h. Ehen zwischen jüdischen und nicht-jüdischen Partnern, was teilweise jedoch auf spätere Konferenzen verschoben wurde. Diese Folgekonferenzen fanden am 6. März 1942 und 27. Oktober 1942 statt.

Die heutige Gedenkstätte findet sich auch im Internet:

www.ghwk.de

 

 

 



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Ein Kommentar

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