Inge Denker – ein Lebenswerk

Betrachtet man ihre Stadtbilder, erscheint es fast so, als ob man mit der Großstadthektik versöhnt wird. Durch meist warme Farben taucht Inge Denker ihre Stadtmotive in sanftes Licht und obwohl die Häuser sich in Reihen aneinander schmiegen, wirkt doch jedes einzelne individuell. Inge Denker zeigt in einer Ausstellung im Johanniter-Stift in Lichterfelde eine Auswahl von 70 Bildern aus ihrem Lebenswerk.

Die Stadtbilder nehmen den größten Raum im Werk von Inge Denker ein. Der Lebensraum Stadt zeigt sich ganz im Gegensatz zum meist tatsächlichen Erleben. Die Stadt als solches wirkt anmutig, ruhig und lebenswert. Die Bilder lassen die Geräusche, Hektik und Schnelllebigkeit vergessen. Menschen sind kaum abgebildet. Fast scheint es so als ob die Häuser ihren Platz einnehmen, dadurch die Masse aufzeigen, aber dennoch die Individualität der einzelnen spüren lassen. Jedes Bild verfügt über eine sanfte Lichtquelle – Mondlicht – ist danach der Titel der Ausstellung. Landschaftsbilder sind ebenso in den Reihen zu finden. Hier lässt Inge Denker den Betrachter nach Norddeutschland wandern. Emil Nolde, Theodor Storm und verwandte große Dichter und Maler kommen nicht von ungefähr in den Sinn. Weiterlesen →


 

Ein Besuch beim KUNST.RAUM.STEGLITZ.

Bereits im letzten Jahr hatte sich mit dem KUNST.RAUM.STEGLITZ ein spannendes neues Kultur-Projekt in Steglitz gegründet (wir berichteten) und schon lange stand daher ein Besuch an. So nutzte ich nun die Gelegenheit am Rande der aktuell vom Verein organisierten Ausstellung zu einem kleinen Gespräch und Einblick ins Schaffen des Vereins.

Die Gründung

bahlecke

Vereins-Initiatorin Stephanie Bahlecke (r.)

Am Anfang stand die Idee: Stephani Bahlecke wollte einen Kulturverein gründen. Freundes- und Bekanntenkreis wurde angefragt, wer Lust hätte. Das war im Mai 2014, gegründet wurde der Verein offiziell am 14. Oktober 2014 und aus den 11 Gründungsmitgliedern wurden mittlerweile 43. Diese rekrutieren sich aus Kunstfreunden und KünstlerInnen „querbeet“, wobei die selbst Kunst Schaffenden derzeit überwiegen. Mittlerweile fanden schon zwei geförderte Kunstprojekte statt, durch Spenden -die jederzeit gern gesehen sein dürften- und Weiterlesen →


 

Wir vergeben 3 Exemplare von Karen Ollrogges Roman “High”!

Es geht dabei um die Jugend in Zehlendorf zwischen Familie und Schule, Freunden und Drogen. Welche Erlebnisse habt Ihr beim Erwachsenwerden zwischen Schlachtensee, Club A18, Schule und Uni hier gemacht? Die drei besten Einsendungen an info [at] KulturInSZ [punkt] de gewinnen! Einsendeschluss ist der 27.3.2015. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


 

Music for Food!

Liebe Musikfreunde,

sieben großartige und international erfolgreiche Solisten verzichten auf ihre Gage und spielen für „Music for Food“*. Die wunderbare Dami Kim** ist auch mit dabei!
Achim Karatas von der „Berliner Tafel“ wird berichten, wie Ihre Spenden (nunmehr schon fast 1300 Euro) verwendet werden. An diesem Abend treffen zwei großartige Projekte zusammen – Sie können es gerne weitererzählen!

Freitag, den 13.3. um 20 Uhr

MUSIC FOR FOOD UNTERSTÜTZT DIE BERLINER TAFEL
in meinem Konzertraum 0163 8975 222
in unmittelbarer  Nähe  des  S-Bhf. Zehlendorf

musicforfood
Han-Wen Yu, Klavier / Mari Lee und Dami Kim, Violine / Evan Wong und Kuok-Wai Lio, Klavier / Tony Rymer, Cello / Sunghyun Cho, Flöte

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Ausschreibung des Morgenstern-Fotowettbewerbs zum Thema Lesen

Das Morgenstern – Antiquariat und Café startet das neue Jahr mit einem Fotowettbewerb und das schönste Bild zum Thema Lesen.
Ausgewählte Bilder werden professionell gedruckt und im Zeitraum 13. April bis 16. Mai 2015 ausgestellt.
Der Gewinner des Wettbewerbs wird durch die Gäste des Morgenstern bestimmt, die während der Dauer der Ausstellung ihren Favoriten wählen können. Zu gewinnen gibt es einen Einkaufsgutschein über 80 €.
Wer mitmachen möchte sendet sein Foto an wettbewerb [at] morgenstern-berlin [punkt] de.
Einsendeschluss ist der 25. März 2015.
Finissage der Ausstellung und Kür des Gewinners findet am 16. Mai um 19.00 Uhr statt.
Hinweise zur Einsendung:
Benennung des Bildes: Nachname_Vorname_Titel.jpg
Format und Größe: jpg-Format, 72 dpi, mindestens 2MB und höchstens 4MB
Achtung! Pro Teilnehmer darf nur ein Foto eingesendet werden.

Das Morgenstern – Antiquariat und Café (https://morgensternberlin.wordpress.com/), Schützenstraße 54, 12165 Berlin ist ein Projekt der SinneWerk gGmbH – Integrationsbetrieb für Menschen mit Behinderung.


 

“High”: Eine Jugend in Steglitz-Zehlendorf

Karen Olrogge: “High”

„Ich denke, dass es vielen Jugendlichen in Zehlendorf so geht, wie es Ella geht. Dass man etwas gelangweilt ist, vielleicht auch resigniert“, sagt Ollrogge. Die 17-Jährige hat neben frei Erfundenem und Beobachtungen in ihrem Umfeld auch viele persönliche Erfahrungen in ihr Erstlingswerk einfließen lassen. Und wenn sie Ella durch Wälder streifen, ihre Nachmittage am Schlachtensee verbringen oder die riesigen Häuser in ihrer Wohngegend thematisieren lässt, bezieht sich Ollrogge immer wieder auf den Bezirk, dessen Geborgenheit Ella zunehmend zu entfliehen versucht. „Was war nur falsch mit unserer Jugend? Wir lebten in Zehlendorf, verdammt noch mal. Was sollten denn die Kinder mit richtigen Problemen sagen?“, heißt es an einer Stelle im Roman.

Es ist die altbekannte Verwunderung über … Weiterlesen →


 

Fortsetzung des ersten Lichterfelde-Romans: “Wenn alle Sticke reißen”

Beate Vera: “Wenn alle Stricke reißen”


Lichterfelde. Ein entführtes Mädchen, ein gnadenloser Mörder und jede Menge Verdächtige – all das gibt es im neuen Provinzkrimi der Lichterfelder Autorin Beate Vera. In ihrem Roman “Wenn alle Stricke reißen” lässt die Autorin die beiden Protagonisten ihres Debüts Martin Glander und Lea Storm wieder ermitteln: Weiterlesen →


 

33 Stücke in 30 Jahren – Zehlendorfer Theatergruppe „Schattenlichter“ feiert Jubiläum

Gruppenfoto Schattenlichter 2013 (Fotograf: Robert Lorenz)

Gruppenfoto Schattenlichter 2013 (Fotograf: Robert Lorenz)

Als vor 30 Jahren ein evangelischer Gemeindepfarrer in der Zehlendorfer Paulus-Kirche am Heiligen Abend mit einigen Konfirmanden ein Krippenspiel aufführte, ahnte niemand, dass diese Gruppe 30 Jahre später noch immer existieren würde. Doch eine Inszenierung folgte der anderen, und so hat die Gruppe nun schon drei Jahrzehnte lang dem Publikum aus dem Südwesten Berlins kurzweilige und anspruchsvolle Unterhaltung präsentiert.
„In den ersten drei Jahren spielten wir vor allem in Gottesdiensten, auf Weiterlesen →


 

Kommentar: Stand der Dinge – Marginalisierung und Nudging

Von der öffentlichen Analyse in den klassischen Medien wenig beachtet läuft einer der großen Trends unserer Zeit: Marginalisierung, d.h. die Ausgrenzung von Individuen und Menschengruppen aus der Gesellschaft an ihren Rand. Was das bedeutet, zeigt sich an der aktuellen Entwicklung besonders in den Industrienationen.

Mit der Automatisierung und Digitalisierung der Welt rutscht heute auch die breite Mittelschicht in die Gefahr des Verlustes ihres Jobs und damit einer wichtigen Quelle ihrer Rolle in der Gesellschaft. Dies trifft damit Menschen, deren Beziehungsgeflecht ohnehin schon deutlich ausgedünnt ist: Wohnen in der angestammten Nachbarschaft wird durch Gentrifizierung nicht mehr bezahlbar, Vereine aller Art haben Mitgliederschwund und Nachwuchsmangel, (Ehe-)PartnerInnen werden immer mehr zu „Lebensabschnittsbegleitern“, Kneipen und Kirchengemeinden als soziale Treffpunkt haben ihre Bedeutung weitenteils verloren.

Der besagte Job (oder besser gesagt: der feste Arbeitsplatz) bot vormals eine sichere Rolle und damit auch eine Identität – man war einfach Weiterlesen →


 

Kulturentwicklungsplan für Steglitz-Zehlendorf

kultplanDie Bezirksverordnetenversammlung (BVV) des Bezirks berät zur Zeit im Kulturausschuss auf meinen Antrag hin über eine langfristigere, umfassendere Kulturplanung. Sinn der Planung soll es dabei sein, trotz der ins Haus stehenden Sparmaßnahmen mit dem zu erwartend kleiner werdenen Bezirkshaushalt nach der aktuellen Haushaltsperiode entsprechende inhaltliche Schwerpunkte zu setzen. Um auch unter diesen Bedingungen ein anspruchsvolles kulturelles Programm bieten zu können, ist es wichtig, regionale Schwerpunkte Weiterlesen →


 

Kulturtag “Jenseits von Mitte” auch 2015 wieder

jenseits_von_mitteDen erfolgreichen Kulturtag “Jenseits von Mitte” (wir berichteten) wird es auch 2015 wieder geben, und zwar vorraussichtlich im Juni, wie Kultur-Bezirksstadträtin Richter-Kotowski heute im Kulturausschuss berichtetet. Neben den bereits im letzten Jahr beteiligten Institutionen werden dieses Mal auch die Achim-Freyer-Stiftung,  das Botanische Museum und das Museum Europäischer Kulturen dabei sein. Der Kulturtag hatte im letzten Jahr breiten Anklang bei Besuchern, aber auch Institutionen und Veranstaltern gefunden.


 

Berlin Christmas Biketour 2014

Am Samstag, 13.12.2014 kommen sie wieder von überall her: die Christmas Biker vom „Santa-Claus-on-road-e.V.“ versammeln sich ab 10 Uhr auf dem Parkplatz am Steglitzer Damm 23. Dort gibt es kleine Speisen, warme und kalte Getränke und Live-Musik.

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Mit großen Augen bewundern staunende Passanten die Weiterlesen →


 

‘Last Christmas” im Schlosspark Theater: NICKELODEON verabschiedet sich!

Nickelodeon christmas_c_Nickelodeon_09-13Wie wir erst jetzt erfahren haben, ist das britische Comedy-Duo NICKELODEON zurzeit auf Abschiedstour durch Deutschland:

Seit 1984 gab es das legendäre Duo, das seit 1987 durch Deutschland tourte und mit „British comedy at its best“ zum Markenzeichen wurde. Jetzt werden sich Mark Britton und Krissie Illing ihren Solokarrieren widmen.

Kurz vor Weihnachten verabschieden sich „William & Wilma“ alias Mark Britton und Krissie Illing mit den allerletzten Vorstellungen ihrer gemeinsamen Karriere im Schlosspark Theater von ihrem Publikum: Weiterlesen →


 

Interkulturelles Projekt: Berliner Südwesten und globaler Süden

szi“Entwicklungspolitische Bildungsarbeit mit internationaler Jugendarbeit” – so lautet der Grundsatz des interkulturellen Projektes “Steglitz-Zehlendorf Intenational” des Bezirksamtes. Die etwas sperrigen Schlagwörter stehen dabei für das Prinzip “Global denken – lokal handeln”.

Sehr konkret sollen die Jugendlichen im Rahmen dieses Projektes einen Einblick in globale Zusammenhänge bekommen: Wie sieht das Leben und der Alltag von Weiterlesen →


 

Am Samstag ist Premiere im Schlosspark Theater!

Foto: DERDEHMEL/Urbschat

 

Wer den Grusel liebt, ist hier richtig: Das Schlosspark Theater Berlin zeigt

MISERY

Kriminalstück in zwei Akten von Simon Moore nach dem gleichnamigen Roman von Stephen King.

Regie :
Thomas Schendel

Gespielt von:
Franziska Troegner und Jörg Schüttauf

Aufführungen: hier

 

Paul Sheldon ist ein erfolgreicher Schriftsteller. Um die letzte Folge seiner Romanserie „Misery“ zu schreiben, Weiterlesen →


 

“Eine kleine neue Mitte” in Dahlem – Kultur-Staatssekretär Renner über die Zukunft der Museen Dahlem

Tim Renner (2.v.l.) im Ethnologischen Museum

Tim Renner (2.v.l.) im Ethnologischen Museum

“In naher Zukunft wird das Ethnologische Museum als größter Partner im Humboldt-Forum mit seinen neu konzipierten Ausstellungen an den Schlossplatz in der Mitte Berlins umziehen”, so lautet lakonisch und unbestimmt der Satz auf der Webseite des Ethnologischen Museums, der auch für die anderen Institutionen des Museumskomplexes gilt. Zusammen mit dem Wegzug des Aliiertenmuseums von der Clayallee würde dies einen massiven Verlust für das Kulturleben des Bezirks bedeuten.

Gestern fanden sich nun Weiterlesen →


 

“Haus-Rucker-Co – Architekturutopie reloaded” im Haus am Waldsee

Günter Zank Kelp vor einer frühen Vision pneumatischer Architektur der Gruppe Haus-Rucker-Co

Die neue Ausstellung im Haus am Waldsee befasst sich mit der Gruppe „Haus-Rucker-Co“, einer Gruppe aus bildenden Künstlern, Architekten, und Designern, die sich an der Wiener Hochschule gegen Ende der 1960er Jahre gründete. Die Welt bot damals beiderlei: dystopische Zukunftsvision von Vergiftung der Umwelt, aber auch ein noch größtenteils ungebrochenes Vertrauen in die Möglichkeiten fantastischer Technik. Erstmals öffnen die Gründer der Gruppe Günter Zamp Kelp, Klaus Pinter und Laurids Ortner (Ortner & Ortner) ihre mittlerweile in Berlin gelegenen Archive, so dass im Haus am Waldsee Weiterlesen →


 

Atelierhaus Dahlem – eine Baustellenbesichtigung

Es ist wuchtig, was in den Jahren 1938-42 für einen der Lieblingsbildhauer des Nazi-Regimes in den Grunewald gesetzt wurde: ein „Staatsatelier“ für Arno Breker (1900-1991). Hohe Atelierhallen. Hebebühnen. Schienen zum Transport weit überlebensgroßer Skulpturen, die Reichskanzlei, Propagandaministerium, Wehrmachtsbauten und andere Prunkgebäude schmücken sollten. Drumherum: Zwanzig weitere Atelierbauten für privilegierte Künstler des Regimes.

Arno Breker (links) mit NS-Baumeister Albert Speer (Bild: Wikipedia / Jos43)

Der Bau letzterer wurden nicht mehr umgesetzt und auch Breker nutzte sein Atelier kaum. Er zog es vor, auf seinem Rittergut nahe Wriezen zu bleiben, welches er zu seinem 40. Geburtstag von Hitler als Geschenk erhielt. So entging er auch den Bomben, die nahe dem Atelierhaus fielen und es beschädigten. Weiterlesen →


 

Kunst hilft

artsvagabonds

Ein Werk der Reihe “Migration und ich” (s. Text)

Flüchtlinge haben in der Regel traumatische Erfahrungen von Verfolgung, Abschied, Flucht und Fremdheit in der Ferne gemacht – man könnte denken, dass Kunst und Kultur hier eher entfernt sind. Doch Kunst kann helfen – und zwar in mehreren Richtungen: Einerseits, diese Erfahrungen zu verarbeiten durch künstlerische Auseinandersetzung. Wir berichteten in dieser Hinsicht bereits im letzten Jahr über die Ausstellung “Migration und ich”, in deren Rahmen 11 Weiterlesen →


 

Feierlichkeiten zum 9. November

Foto 24.10.14 14 02 01Eine Reihe von Veranstaltungen erwarten den Bezirk am 9. November. Es ist nicht nur der 25. Jahrestag des Mauerfalls, sondern auch Gedenktag der Reichsprogromnacht von 1938, in der jüdischer Bürger und Bürgerinnen durch die Nazis verfolgt und ermordet und allerorts in Deutschland Synagogen, Geschäftsräume, Wohnungen und Friedhöfe  zerstört wurden.

Doch im Einzelnen:

Ab 10 Uhr und dann den Tag über Weiterlesen →